Vorsicht beim Aufhebungsvertrag.


Arbeitgeber bieten Arbeitnehmern zur Vermeidung von Kündigungen gerne einen Aufhebungsvertrag an. Dem Arbeitnehmer sei hier dringend zur Vorsicht geraten.

Ein vorschneller Aufhebungsvertrag kann zu erheblichen Nachteile führen. Wir empfehlen, dass man als Arbeitnehmer sofort anwaltlichen Rat einholen sollte, sobald der Arbeitgeber den Arbeitnehmer bittet, einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben, da beim Aufhebungsvertrag viel falsch gemacht werden kann und vieles später nicht mehr korrigiert werden kann.

Insbesondere dann, wenn mit Arbeitslosigkeit zu rechnen ist, sollte ein Aufhebungsvertrag nicht geschlossen werden, da mit einer Sperrfrist durch das Arbeitsamt gerechnet werden muss. 

Soll ein Aufhebungsvertrag dennoch geschlossen werden, so müssen diese wirtschaftlichen Nachteile ordentlich bedacht und im Rahmen der Konditionen berücksichtigt werden. Die Sperrfrist beim Arbeitsamt kann 3-6 Monate betragen.

In dieser Zeit gibt es kein Arbeitslosengeld, auch die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I ist dann verkürzt. 

Der Arbeitnehmer ist in finanzieller Hinsicht in der Regel mit einer Kündigungsschutzklage am besten geholfen. Die Kündigungsschutzklage ist binnen der 3-Wochenfrist nach Erhalt der Kündigung vor dem zuständigen Arbeitsgericht einzureichen. Im Rahmen des Arbeitsgerichtsprozesses kann ein gerichtlicher Vergleich mit den Inhalten eines Abwicklungsvertrages geschlossen werden. Sinnvoll ist es, wenn die Anwälte im Rahmen des Arbeitsgerichtsprozesses den Vergleich bereits vor einer mündlichen Verhandlung ausgehandelt haben und das Arbeitsgericht diesen sich zu Eigen macht. Dann können alle Beteiligten sich trotz des Prozesses vor dem Arbeitsgericht die mündliche Verhandlung ersparen.

 

 

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Arbeitgeber bieten Arbeitnehmern zur Vermeidung von Kündigungen gerne einen 
Aufhebungsvertrag an. Dem Arbeitnehmer sei hier dringend zur Vorsicht geraten.

Ein vorschneller Aufhebungsvertrag kann zu erheblichen Nachteile führen. Wir
empfehlen, dass man als Arbeitnehmer sofort anwaltlichen Rat einholen sollte,
sobald der Arbeitgeber den Arbeitnehmer bittet einen Aufhebungsvertrag zu
unterschreiben, da beim Aufhebungsvertrag viel falsch gemacht werden kann und
vieles später nicht mehr korrigiert werden kann.

Insbesondere dann, wenn mit Arbeitslosigkeit zu rechnen ist, sollte ein Aufhebungs-
vertrag nicht geschlossen werden, da mit einer Sperrfrist durch das Arbeitsamt
gerechnet werden muss. 

Soll ein Aufhebungsvertrag dennoch geschlossen werden, so müssen diese wirt-
schaftlichen Nachteile ordentlich bedacht und im Rahmen der Konditionen
berücksichtigt werden. Die Sperrfrist beim Arbeitsamt kann 3-6 Monate betragen.
In dieser Zeit gibt es kein Arbeitslosengeld, auch die Bezugsdauer des Arbeitslosen-
geldes I ist dann verkürzt. 

Der Arbeitnehmer ist in finanzieller Hinsicht in der Regel mit einer Kündigungsschutz-
klage am besten geholfen. Die Kündigungsschutzklage ist binnen der 3-Wochenfrist
nach Erhalt der Kündigung vor dem zuständigen Arbeitsgericht einzureichen. Im
Rahmen des Arbeitsgerichtsprozesses kann ein gerichtlicher Vergleich mit den
Inhalten eines Abwicklungsvertrages geschlossen werden. Wird bei einem Vergleich
vor dem Arbeitsgericht die reguläre Kündigungsfrist eingehalten, droht im Normal-
fall keine Sperrzeit und Bezugsdauerkürzung beim Arbeitsamt. Sinnvoll ist es daher,
wenn die Anwälte den Vergleich bereits vor einer mündlichen Verhandlung ausgehandelt
haben und das Gericht diesen sich zu eigen macht. Dann können alle Beteiligten sich trotz
des Prozesses vor dem Arbeitsgericht die mündliche Verhandlung ersparen.

 

 

 

Thomas Eschle, Rechtsanwalt | KanzleiEschle@t-online.de Tel:0711-2482446